Übersicht
Durch einen Budgetvergleich ist sofort erkennbar, dass ausserordentliche Erträge von rund CHF 1.5 Mio. und der Finanz- und Lastenausgleich von CHF 1.85 Mio. massgeblich zum guten Ergebnis beigetragen haben. Der Gemeinderat hatte im Budget 2025 mit einem Defizit von rund CHF 0.3 Mio. gerechnet.
Aufgrund des hohen Ertragsüberschusses von CHF 1.5 Mio. haben sich die finanziellen Kennzahlen verbessert, was für die langfristige Entwicklung der Gemeinde sehr vorteilhaft ist. Höhere Steuereinnahmen verbessern die Steuerkraft und werden einen geringeren Finanz- und Lastenausgleich zur Folge haben. Weil sehr hohe ausserordentliche Erträge verbucht werden konnten, stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit. Die Kostenentwicklung wird weiterhin dynamisch sein und kostspielige Investitionsprojekte sind aus der langfristigen Planung ersichtlich. Aus diesen Gründen ist eine Entwarnung bei den Finanzen von Niederlenz verfrüht und Sparmassnahmen müssen weiterhin angestrebt werden.
1. Erfolgsrechnung
1.1. Steuerabschluss (CHF + 1.4 Mio. Ertrag zum Budget)
Die Einkommen- und Vermögennsteuern liegen um CHF 0.45 Mio. über dem Budget und CHF 0.3 Mio. über dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch Steuereinnahmen aus Nachträgen früherer Jahre enthalten sind, was jeweils schwer zu prognostizieren ist. Die Gewinnsteuern der juristischen Personen liegen leicht über dem Budget. Aussergewöhnlich hoch sind die verbuchten Grundstückgewinnsteuern von CHF 1.05 Mio. und übertreffen die Prognose um CHF 0.75 Mio.
1.2. Finanz- und Lastenausgleich (CHF +0.54 Mio. zum Vorjahr)
Aufgrund der aus den Basisjahren von 2021 - 2023 berechneten Beitrags aus dem Finanz- und Lastenausgleich kann die Gemeinde CHF 1.85 Mio. verbuchen. Wenn sich der Normsteuerertrag dem kantonalen Mittelwert annähert, wird der Beitrag sinken.
1.3. Weitere Abweichungen aus der Erfolgsrechnung (CHF + 0.1 Mio. Ertrag zum Budget)
Die Restkosten für ambulante und stationäre Pflege sowie die Pflegefinanzierung haben TCHF 210 mehr gekostet. Bei der wirtschaftlichen Hilfe für Private wurde das Budget um TCHF 177 übertroffen, dafür konnten höhere Rückerstattungen aus Sozialversicherungsleistungen von TCHF 377 verbucht werden. Der in 2024 budgetierte Gewinn von TCHF 118 aus dem Verkauf einer Wohnung wurde erst im Berichtsjahr verbucht.
2. Selbstfinanzierung (CHF 2.5 Mio.)
Aus der Investitionsrechnung sind Ausgaben von CHF 1.4 Mio. für Sanierung von Gebäuden und Gemeindestrassen ersichtlich. Dieser Betrag konnte vollständig aus dem hohen Jahresüberschuss finanziert werden. Zusätzlich konnte die Nettoschuld um rund CHF 1.08 Mio. verringert werden.
Autor: Thomas Randon, Kassier FDP Niederlenz und Mitglied der Finanzkommission Ortsbürger